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10 Dinge über Südtirol – Kurioses

Südtirol besticht durch seine unglaubliche Vielseitigkeit. Obwohl Südtirol eine relativ kleine Region ist, finden Reisende hier eine Vielfalt vor, wie es sie nur an wenigen Orten dieser Welt gibt. Dabei hat Südtirol auch allerhand Kurioses zu bieten. Wussten Sie zum Beispiel, dass Meran seinen eigenen Edelstein hat? Dieser und weiteren Kuriositäten der kleinen Alpenregion gehen wir im heutigen Blogbeitrag nach. Bühne frei für 10 Dinge über Südtirol, die sie so vielleicht noch nicht wussten.

1. Südtirol, das Land der Burgen

Unter die 10 Dinge über Südtirol, die sie vielleicht noch nicht wussten, fällt wahrscheinlich die hohe Anzahl an Burgen, welche Südtirol zu bieten hat. Insgesamt ca. 800 Burgen und Schlösser sind über das Land verteilt, wobei sich bei Eppan sogar das burgenreichste Gebiet Europas befindet. Der Brennerpass galt schon lange als eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Nord und Süd. Auch deswegen liesen sich viele Adelsgeschlechter im Eisacktal, Überetsch und Burggrafenamt nieder. Viele Burgen und Schlösser können besichtigt werden, wodurch sie heute noch Jung und Alt mit auf eine Reise ins Mittelalter nehmen. Zu den schönsten gehören sicherlich Schloss Tirol, die Burg Taufers und Schloss Lebenberg. Darüber hinaus sind viele Burgen heute in Privatbesitz, so zum Beispiel die Mayenburg vor unserem Wellnesshotel bei Meran. Ein einmaliges Erlebnis ist das Schwimmen in unserem Infinitypool bei Meran, von welchem man einen geniale Sicht in Richtung der Ruine Mayenburg hat.

Infinitypool bei frühlingshaftem Wetter mit Aussicht auf die Burgruine Mayenburg - 10 Dinge über Südtirol
Schwimmen in Wellnesshotel Der Waldhof bei Meran – Mit Blick auf die mittelalterliche Mayenburg

2. Holz vom Vinschger Sonnenberg nach Venedig

Die erstarkende Großmacht Venedig war weitum auf der Suche nach Rohstoffen. Vor Allem Holz war gefragt. Nicht nur war Venedig auf Tausenden von Holzstämmen errichtet worden. Ebenso der Schiffbau verlangte nach dem Rohstoff. Der Vinschger Sonnenberg galt als idealer Bezugsort für Holz. Mächtige Lärchen wurden gefällt und auf dem Wasserweg nach Venedig gebracht. Dort fanden sie als Mastbäume auf Schiffen Verwendung. Noch 1848 wurden bei Schluderns Bäume in ihrer ganzen Länge aufgestapelt, welche zum Verkauf nach Venedig bestimmt waren.

3. Der Hugo – ein Kultgetränk aus Südtirol

Zwei Hände halten je ein Glas Hugo und Veneziano und stoßen gemeinsam auf einer Terrasse an - 10 Dinge über Südtirol
Hugo meets Veneziano

Vor knapp 15 Jahren wurde der Hugo erfunden. Und nicht etwa in Berlin oder New York, sondern in einem kleinen Dorf im Vinschgau. Roland Gruber führte damals eine Bar in Naturns. Um seinen Gästen stets etwas Neues präsentieren zu können, hat Roland andauernd an neuen Getränken und Cocktails experimentiert. Der Hugo hat schließlich allen geschmeckt, so kam er auf die Getränkekarte der Bar. Jedoch fehlte noch ein Namen, weshalb beim abendlichen Brainstorming unter Freunden der Name Hugo gefallen ist. Das Getränk hätte genauso Franz oder Harald heißen können; Hugo war aber einfach der lustigste Name, der den Freunden eingefallen ist. Und heute? Fast 15 Jahre später steht der Hugo als Kult-Aperitif auf gleicher Höhe mit dem Veneziano. Aber wie lautet nun das Rezept für den originalen Hugo? Laut Roland Gruber:

  • 15 cl gekühlter Prosecco
  • 2 cl Zitronenmelissensirup
  • einige Blätter Minze
  • ein Spritzer Soda

Alles zusammen verrührt man in einem Weinglas mit Eiswürfeln und garniert das Ganze mit einem Stück Zitrone.

4. Meran und sein eigener Edelstein

Ein grün-oranger Edelstein hängt an einer Halskette - 10 Dinge über Südtirol
Der Meranith – unvergleichliche Farben

Meran’s eigener Edelstein ist mit Sicherheit eines der 10 Dinge über Südtirol, die sie noch nicht wussten.
Die Sensation in Fachkreisen war groß, als vor einigen Jahren Paul Berger von der Entdeckung eines neuen Edelsteines sprach. In einer Schlucht bei Meran fand sich ein Stein, olivgrün und leuchtend orange durchzogen.
Vor Millionen von Jahren war das Etschtal von Vulkanen geprägt. Bei unglaublich hohen Temperaturen verflüssigten sich Stein und Fels. Im Laufe der Zeit erkaltete das Magma wieder und kreierte bizarre Formationen. Viele Jahre darauf kam es zu erneuten Vulkanausbrüchen. Dieses Mal war es jedoch anders, denn es befand sich bereits viel Sauerstoff in der Luft. Das Magma füllte die Hohlräume im Fels, welche sich Jahrmillionen zuvor geformt hatten. Heute können wir dieses Phänomen im Meranith erkennen, welcher bis dato nur in einer Schlucht bei Meran gefunden wurde. Die beiden Farben grün und orange zeigen das erkaltete Magma der unterschiedlichen Epochen.


Bei unserer hoteleigenen Edelsteinsammlung in unserem Wellnesshotel bei Meran, welche mehrere Tausend Exemplare umfasst, darf ein Meranith natürlich nicht fehlen. Juniorchef Stefan begab sich 2019 deshalb auf die Suche und wurde tatsächlich fündig. Konrad Laimer, welcher als Meranith-Spezialist gilt, schliff den Stein zurecht und formte eine wunderschöne Halskette daraus. Auf Anfrage zeigt Ihnen Stefan gerne das Exemplar.

5. Laaser Marmor in New York – 10 Dinge über Südtirol

Die Nr.5 der 10 Dinge über Südtirol ist dem Laaser Marmor gewidmet. Zwar verschlag die Bauzeit am Bahnhof “Oculus” am ehemaligen World Trade Center 12 Jahre und mehrere Milliarden US Dollar. Dafür wurde der Bahnhof im Zentrum von New York zur Gänze in blütenweißem Marmor gefertigt. Und genau dieser hat seinen Ursprung in Südtirol, genauer gesagt bei einem kleinen Dorf im Vinschgau. Laas war schon seit Langem international für seinen sehr reinen Marmor bekannt. Spätestens aber nach diesem Riesenprojekt hat sich der Laaser Marmor weltweit etabliert.

Ein weißes Gebäude mit Zacken steht vor Hochhäusern in New York - Der Oculus Bahnhof - 10 Dinge über Südtirol
Der Oculus Bahnhof mitten in New York – © worldarchitecture.org

6. Die Urlärchen im Ultental – 10 Dinge über Südtirol

Im hintersten Ultental finden Wanderer am Wegesrand drei Lärchen. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliche Lärchen, denn mit ihren ca. 850 Lebensjahren gehören sie zu den ältesten Nadelbäumen in Europa. Einer der Bäume stürtzte im Jahre 1930 um, dieser soll sogar 2000 Jahresringe aufgewiesen haben. Überdies sind die drei Ultner Urlärchen auch als Unterschlupf für Pflanzen und Tiere wie Marder und Fledermäuse wichtig. Von den Ultnern werden sie deshalb auch “Fledermauslarch” genannt. 1979 wurden die Bäume unter Schutz gestellt und zählen seitdem zum Weltnaturerbe. Erreichbar sind die Urlärchen entweder über einen angenehmen Spazierweg von St.Gertraud aus oder über den Ultner Höfeweg.

7. Südtirol – Das Land des Bieres

Denkt man an Südtirol, kommen einem unweigerlich Produkte wie Wein, Äpfel oder Speck in den Sinn. In den letzten Jahren sorgte Südtirol vor Allem in der Weinwelt für Furore. Edle Tropfen, angebaut an den sonnigen Hängen im Burggrafenamt und Überetsch, wurden mit Auszeichnungen für erstklassige Qualität geehrt. Dabei vergisst man oft, dass Südtirol früher eigentlich für seine Biervielfalt berühmt war. Bier und Südtirol? Ganz genau.


Seit über 1000 Jahren wird in Südtirol Bier gebraut. Im 19. Jahrhundert entstanden unzählige Brauereien, unter anderem in Blumau, Vilpian und Gries bei Bozen. Nach dem Höhepunkt der Bierkultur zerstörte der Krieg die Bierfielfalt, weshalb viele Brauereien schließen mussten. Ungeachtet dessen überlebte eine Brauerei bei Algund diese Turbulenzen. Folglich belieferte diese für einige Jahrzente als einzige Südtiroler Brauerei die Gastbetriebe. Jedoch hatte sich vor Allem in den letzten Jahren eine kleine Revolution angebahnt. Mehrere kleine Wirtshausbrauereien in Südtirol schlossen sich zum Netzwerk der “Südtiroler Wirtshausbrauereien” zusammen. Ziel war und ist es, die Bierkultur in Südtirol neu zu beleben. Seit 2019 gibt es in unserem Wellnesshotel bei Meran eine große Auswahl solcher regional gebrauter Craft-Biere, welche sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Schließlich sollte Bier unserer Meinung nach einen ebenso hohen Stellenwert wie Wein in der Südtiroler Gastronomie haben. Auch deswegen unterstützen wir heimische Kleinbrauereien und bieten Bierverkostungen für unsere Gäste an.

8. Südtirol auf der großen Leinwand

Nummer 8 der 10 Dinge über Südtirol, die Sie so vielleicht noch nicht wussten, befasst sich mit Südtirol als Filmregion.
Die Schönheit und die unverwechselbare Natur Südtirols ist auch einigen Filmemachern nicht entgangen. Neben ganzen Filmen, welche in Südtirol gedreht werden, taucht die kleine Region im Süden der Alpen des Öfteren auch in internationalen Produktionen auf. Wer zum Beispiel “Honig im Kopf” mit Til Schweiger gesehen hat, dem sind mit Sicherheit die markanten Gipfel der Südtiroler Dolomiten aufgefallen. “Das Finstere Tal” beispielsweise entführt den Zuschauer in das hinterste Schnalstal. Südtirol hat jedoch nicht nur atemberaubende Landschaften zu bieten. Auch charakterische Dörfer und malerische Städte wie Meran und Klausen erfreuen sich großer Beliebtheit. Gerade diese Vielseitigkeit ist es, die Filmproduzenten von nah und fern an Südtirol schätzen.

Drei Menschen sitzen auf einem Zaun vor den Südtiroler Dolomiten - 10 Dinge über Südtirol
Die Honig im Kopf Schauspieler am Karersee – © Warner Bros. Pictures Germany

9. Das Apfelland – 10 Dinge über Südtirol

In Südtirol liegt das größte, zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas. Pro Jahr werden hier circa 950.000 Tonnen Äpfel geerntet. Das entspricht in etwa 12% der europäischen Apfelernte. Somit stammt jeder zweite Apfel Italiens und jeder zehnte Europas aus Südtirol.

10. Bad Egart – Das älteste Badehaus Tirols

Das Bad Egart im Meraner Land gilt als ein ganz besonderer Ort. Ein bisschen fühlt man sich in die Zeit der Habsburger Monarchie zurückversetzt. Bereits 1430 wurde diese Quelle nachweislich benutzt und erst 1970 aufgegeben. Vermutlich geht die Geschichte von Bad Egart aber bis in die Römerzeit zurück. Heute befindet sich in den historischen Räumlichkeiten ein Museum zur Habsburger Monarchie. Unzählige Sammlerstücke finden hier Platz. Darunter befinden sich auch persönliche Gegenstände der Kaiser. Im gleichen Gebäude findet man eine historische Gaststätte vor. Hier werden jedoch keineswegs normale Gerichte aufgetischt. Gegessen wird aus dem hauseigenen Garten, sowie Schnecken aus der hauseigenen Schneckenzucht. Im Außenbereich kann man eine Kapelle besuchen und sogar sehen, wie Ötzi früher gelebt hat. Das Bad Egart gehört zweifelsohne zu den außergewöhnlichen Orten in Meraner Land.


Das waren nun die 10 Dinge über Südtirol, die sie vielleicht noch nicht wussten. War etwas Neues dabei, was kannten Sie schon? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

Eine kleine Kapelle am Wegesrand, dahinter ein Wald im Nebel
Die hauseigene, mystische Kapelle von Bad Egart